Heute ist World Emoji Day. Einen Tag lang stimmt das aktuelle Datum mit demjenigen des Kalender-Emoji (đ ) ĂŒberein. Die Mini-Piktogramme sind allseits beliebt und beeinflussen nicht unwesentlich, wie wir uns ĂŒber Kurznachrichten austauschen. Trotz â oder gerade wegen â der grossen Verbreitung entwickeln sich aber auch kleine «LieblingsĂ€rgernisse», engl. «pet peeves», rund um die niedlichen Symbole. Eine nicht abschliessende (und nicht ganz ernst gemeinte) Ăbersicht.
Beginnen wir mit dem Offensichtlichen. Emojis sorgen fĂŒr Auflockerung und bringen WĂŒrze in die Chat-Kommunikation. Doch wie so oft kommt es auf die richtige Dosierung an. Man kann Nachrichten auch mit zu vielen Emojis versalzen.
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EnthĂ€lt eine Nachricht nach jedem zweiten Wort drei Emojis, wirkt das schnell ĂŒberladen und beeintrĂ€chtigt den Lesefluss. Lieber ein, zwei prĂ€zise gesetzte Emojis an der richtigen Stelle als eine zusĂ€tzliche ErzĂ€hlebene in Bildsprache.
NatĂŒrlich kann man nicht nur zu viel Effort an den Tag legen, sondern auch zu wenig. ErhĂ€lt jemand auf eine spezifische Frage ein generisches đ als Emoji-Reaktion, ist das halbherzig â und doppelt entmutigend.
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Einerseits erhĂ€lt man keine Benachrichtigung der Reaktion. Andererseits weiss man zwar â nachdem man die Reaktion schliesslich von selbst entdeckt hat â, dass die Nachricht zur Kenntnis genommen wurde, muss aber davon ausgehen, dass sie nicht auf helle Begeisterung gestossen ist. Schon ein đ wĂŒrde etwas mehr Enthusiasmus versprĂŒhen.
Wo wir bei đ sind: Das Emoji, um auszudrĂŒcken, dass etwas perfekt ist, ist es selbst â zumindest in der Apple-Version â bei weitem nicht.
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Zu beanstanden sind hier gleich mehrere MĂ€ngel. Allen voran, dass sich Daumen und Zeigefinger nicht ganz berĂŒhren, wie es bei dieser Geste ĂŒblich wĂ€re. FĂŒr pedantisch veranlagte Menschen muss ausserdem unansehnlich sein, dass die beiden Finger keinen schönen, runden Kreis formen, sondern eine amorphe Ellipse bilden.
Abgesehen davon, dass die Hand aus Perspektive des Senders dargestellt ist (als wĂŒrde dieser SelbstgesprĂ€che fĂŒhren), ist Ihnen sonst noch etwas aufgefallen? Ganz genau: Obwohl das Emoji aus einer Zeit stammt, als es noch keine KI-Bilder gab, fehlt ein Finger. Die anderen Emoji-HĂ€nde haben fĂŒnf.
Das â€ïž-Emoji ist hingegen einwandfrei gestaltet und mit seiner einfachen, klaren Form und der universellen VerstĂ€ndlichkeit kaum an Perfektion zu ĂŒbertreffen.
Das dĂŒrften mitunter GrĂŒnde dafĂŒr sein, dass es â zusammen mit seinen Verwandten (đ, đ„°, đ) und Varianten (đ, â€ïžâđ„, đ) â immer hĂ€ufiger zum Einsatz kommt und lĂ€ngst nicht mehr nur dem intensivsten aller positiven GefĂŒhle vorbehalten ist.
Die Geister scheiden sich allerdings darĂŒber, ob es auch im beruflichen Umfeld angebracht ist, Emojis wie â€ïž oder đ zu verwenden.
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NatĂŒrlich hĂ€ngt die Frage auch vom konkreten Setting und Faktoren wie der Vertrautheit der GesprĂ€chspartner ab. Ob es aber grundsĂ€tzlich angemessen ist, solche Emojis im Berufsumfeld zu verwenden, lassen wir Sie entscheiden.
Emojis sind mehr als eine Spielerei. Sie sind quasi eine eigene Sprache geworden, die Chat-Kommunikation lebendiger macht und kurzen Nachrichten eine zusÀtzliche Bedeutungsebene verleiht. Gerade weil die Mini-Symbole so populÀr sind, können leicht LieblingsÀrgernisse um sie entstehen.
Welches sind Ihre Emoji-«Pet Peeves«? Lassen Sie es uns auf unseren Social-Media-KanĂ€len wissen. â€ïž